Thorstens Blog

Robert Enke

11. November 2009 · Kommentar schreiben

Mit großer Fassungslosigkeit habe ich vor wenigen Minuten die Meldung gelesen, dass Nationaltorwart Robert Enke sich am Dienstagabend offenbar das Leben genommen hat.

Mein ganz besonderes, tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau. Vor drei Jahren starb die gemeinsame, nur zwei Jahre junge Tochter Lara aufgrund eines Herzfehlers. Ich erinnere mich noch an die rührenden Bilder, als es der kleinen Lara besser ging, als ihr Papa sie stolz auf den Schultern durch das Stadion trug. Nur wenige Monate später jedoch verstarb sie. Robert spielte tapfer weiter Fußball.

Nun muss Laras Mutter einen zweiten, so unfassbar schweren Schicksalsschlag verkraften. Ich wünsche ihr viel Kraft und die richtigen Menschen an ihrer Seite in diesen schlimmen Zeiten. Kraft, die sie vor allem aufbringen muss für die keine, nur acht Monate alte Tochter, die das Ehepaar Enke noch im Mai dieses Jahres adoptiert hatte.

Robert, Du hinterlässt viele Menschen sehr traurig und fassungslos. Ruhe in Frieden.

www.evangelisch.de – Was wissen wir wirklich? Zum Tod von Robert Enke

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fußball

Ich lasse mich nicht impfen

30. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

H1N1, die so genannte „Schweinegrippe“ – seit Monaten ist sie in den Medien. Angst anfangs, Augenrollen hingegen inzwischen ist die weit verbreitete Reaktion, sobald dieses Thema aufkommt. Sicher, ernstzunehmen ist diese Epidemie, die sich erstaunlich rasch ausbreitet. Aber ist es wirklich nötig, sich dagegen impfen zu lassen, und dies noch mit einem Wirkstoff, der mehrere Risiken hinsichtlich seiner Nebenwirkungen mitbringt? Mit einem Wirkstoff, dessen mögliche Langzeitfolgen nicht erforscht sind.

Die Ukraine leidet zur Zeit sehr stark am H1N1-Virus, das sich geradezu epidemisch in der Bevölkerung ausbreitet. Sie führt sogar dazu, dass der Präsidentschaftswahlkampf für drei Wochen unterbrochen wird. Über die Verhängung einer Quarantäne wird ernsthaft nachgedacht. 81.000 Ukrainer sollen infiziert sein, ebenso sind über 30 Todesfälle aufgrund der H1N1-Grippe in der Ukraine bekannt.

Aber in diesem Moment fange ich zu überlegen an: über 30 Todesfälle bei über 80.000 infizierten. Nun gut, die Zahl der Todesfälle wird steigen. Aber wie viele Menschen sterben jedes Jahr an der „normalen“ Grippe? Und wie viele Menschen haben sich zwar mit dem H1N1-Virus infiziert, werden jedoch nicht daran sterben?

Nein, ich werde mich nicht impfen lassen. Zumindest nicht gegen H1N1. Für mich – so ehrlich will ich sein – ist die Panik, die darum gemacht wird, nur politischem Aktionismus geschuldet. Niemand möchte am Ende der Schuldige sein, falls es doch zu einer schwerwiegenden H1N1-Epidemie kommt. Und zu guter letzt profitiert ja auch die Pharma-Industrie  mitten in der derzeitigen schweren Wirtschaftskrise davon.

Nein, ich werde dabei nicht mitmachen.

Hörtipp zum Thema: „Risiko Leben – und ewig lauert die Gefahr“ bei hr2 – Der Tag, der Podcast der Ausgabe vom 21.10.2009 ist voraussichtlich verfügbar bis zum 20.01.2010.

Nachtrag: Die ukrainischen Schulen sind nunmehr wegen der Grippe für drei Wochen geschlossen worden. Auch größere Veranstaltungen wurden nunmehr grundsätzlich verboten. Unklar ist jedoch, ob die über 30 Todesfälle alle tatsächlich auf das H1N1-Virus zurückzuführen sind. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko sprach von nur 11 bestätigten Fällen. Quelle und weitere Informationen : Spiegel Online

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Alltag · Ukraine

Wonleiisdenz

29. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Aus einer Akte – Angaben zum Kindsvater:

VATTER UNBEKAnnT ich hatte ein Wonleiisdenz und weis nich wie die person heist

Den Kommentar dazu überlasse ich am besten Rainald Grebe:

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Kurios

Gar nichts…

29. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Was sich gewisse Herren in ihren Traditionsfarbenen schwarz-weißen Jerseys, Hosen und Stutzen heute gedacht haben, weiß ich nicht. Wahrscheinlich haben sie nur gedacht und ganz vergessen, dass sie heute einen Arbeitstag hatten. Dass sie vor über 51.000 Zuschauern die Chance nutzen sollten, die sie vom Papier her nicht hatten. Aber stattdessen lässt man sich schnell drei Buden einschießen, um danach zuzuschauen, wie der Gegner locker ausläuft und seine Kräfte schont.

Nein, heute nicht. Heute wieder nicht. Es müssen wohl noch viele Jahre vergehen, bis die Eintracht mal wieder einen großen Wurf gegen die Bayern landet. Der letzte war ja auch erst vor gut zweieinhalb Jahren.

Oder hätte man doch lieber die roten Heimtrikots tragen sollen, anstatt diese Farbe den Gästen aus Fröttmaning zu überlassen?

Vielleicht hat Max-Jacob Ost von 11 Freunde.de ja doch recht: „Ihr werdet es mir nicht glauben, aber hier ist man sich einig: »Die Frankfurter sind nur so schlecht, weil Bayern rote Trikots an hat.« Als ob man ihn Hessen vor den Roten Angst haben müsste. Fragt mal Andrea Ypsilanti oder den Thorsten. Aber gut.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Eintracht Frankfurt

Ukraine gegen Griechenland

19. Oktober 2009 · 2 Kommentare

In den Playoffs um die Qualifikation zur Fußball-WM 2010 in Südafrika trifft die Ukraine auf Griechenland. Ein hartes Los – für mich. Wem soll ich nun die Daumen drücken? Den Griechen mit ihrem genialen Trainer Otto Rehagel und vor allem mit ihrem langzotteligen Stürmer Ioannis Amanatidis, dem „Kapitän der Herzen“ meiner Frankfurter Eintracht? Oder doch der Ukraine, dem Land, was mir in den letzten Jahren so gewaltig ans Herz gewachsen ist? Was mir bleibt, ist die Gewissheit, dass wenigstens eins der beiden Teams, für die ich sympathisiere, auf jeden Fall nächstes Jahr in Südafrika mit dabei sein wird. Es hätte ja auch noch schlimmer kommen können. Trotzdem: schön ist die Situation für mich wahrlich nicht. Möge einfach die bessere der beiden Mannschaften weiter kommen.

→ 2 KommentareKategorien: Eintracht Frankfurt · Fußball · Ukraine

Teurer Champagner

17. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Stell Dir vor, Du bist Staatspräsident eines kleinen Landes. Die Fußballnationalmannschaft Deines Landes schafft mit einem 5:0 über eine etwa gleichwertige Mannschaft die Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft im heimischen Stadion. Du selbst hast das ganze schön gemütlich live von Deinem VIP-Sessel auf der Tribüne aus verfolgt. Alles feiert, Autocorsos fahren durch die Straßen und Du ziehst Dich in Deinen VIP-Bereich zurück, um mit mehreren geladenen hochrangigen Offiziellen ebenfalls diesen sportlichen Triumph zu würdigen. Es wird mit Champagner angestoßen.

Ein normales Geschehen? In Serbien ist es strafbar.

Zur Prävention gewalttätiger Ausschreitungen ist der Konsum alkoholischer Getränke bei Sportereignissen in Serbien grundsätzlich verboten. Und das wird jetzt Präsident Tadic sowie weiteren hochrangigen serbischen Funktionären zum Verhängnis, die sich nach dem 5:0 Sieg. Er soll sich schon zur Zahlung einer Geldstrafe bereit erklärt haben. Ob’s damit erledigt sein oder doch eine größere politische Affäre aufgebauscht wird, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Fußball · Kurios · Politik

Terror in Moldawien

15. Oktober 2009 · Kommentar schreiben

Von der deutschen Medienlandschaft heute leider nahezu unbemerkt, wurden am  gestrigen Abend mehrere Menschen in der moldawischen Hauptstadt Chisinau durch die Explosion einer Handgranate schwer verletzt. Die Zahl der Opfer schwankt zwischen 20 und 40. Während eines Volksfestes nahe des Triumphbogens auf dem zentralen Platz kam es zu dem Anschlag, als eine russische Popgruppe auftreten sollte. Bisher tappen die Behörden weitgehend im Dunkeln, wer hinter dem Anschlag stecken könnte. Die Handgranate soll aus den Militärdepots der abtrünnigen Republik Transnistrien stammen.

Links zur Berichterstattung hierüber: Euronews (mit Videobeitrag), Wiener Zeitung, RIA Novosti und Wikio.

Eine Bekannte von mir war bei diesem Fest, um das Feuerwerk zu bestaunen. Sie quängelte, dass sie heimgehen wolle. Kurz nachdem Sie mit ihrer Familie dann aufgebrochen war, kam es zur Explosion. Sie hatte einfach Glück.

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Medien · Politik

Ein Wochenende an alter Wirkungsstätte

13. September 2009 · 1 Kommentar

Das Altstadtfest war ein guter Anlass, mal wieder dorthin zu fahren, wo ich die rund fünf Jahre meines Studiums verbracht habe: die beste Freundin und andere Freunde besuchen, Bier trinken, feiern. Und es mussten wirklich nur wenige Minuten auf dem Fest vergehen, um wirklich zu wissen, wo ich wieder bin, denn hinter mir rief ein Mädchen: „No Mändiiiieeee, wo worst’n Du off’m Klöö?“ Das leckere Schwarzbier und die hervorragende Wurst taten dann ihr übriges. :-)

→ 1 KommentarKategorien: Allgemeines

Sehen Sie zu!

3. September 2009 · 1 Kommentar

Bei manchen Akten, die mir an meinem neuen Arbeitsplatz so über den Schreibtisch wandern, bekomme ich wirklich tennisballgroße Augen. Was so manche Bürger schreiben, lässt einen manchmal wirklich laut und ironisch auflachen, andere Male wahrlich sprachlos werden. Beispiele gefällig?

Sehen Sie zu, dass mir die Leistung gefälligst ab sofort wieder gezahlt wird!

Nun ja, wenigstens werde ich gesiezt.

Als dann auf einem Formular gefragt wird, ob man auch über Vermögensgegenstände oder Vermögenswerte verfüge, kreuzt die Bürgerin nicht nur „nein“ an, sondern schreibt dazu:

Ha ha ha! Ich bin bei der Schuldnerberatung!

OKay… Hätte ich nicht unbedingt zu wissen brauchen, aber sei es drum.

Wirklich bemerkenswert finde ich es, dass so manchem Bürger gar nichts zu peinlich zu sein scheint. So schickte ein Bürger Überweisungsbestätigungen über Zahlungen, welche er wohl an sein Kind überwiesen hat. Und als Verwendungszweck gab er nette Sachen wie

Nervensägengeld

oder

Geld für Abtreibung! Zu spääääääät!

an. Nun ja. Wenn’s halt um ein paar hundert Euro vom Staat geht, steigt die Schamgrenze bei manchen Leuten wohl markant an.

→ 1 KommentarKategorien: Kurios

„Gewalt“ vorm IKEA?

29. August 2009 · Kommentar schreiben

Heute vorm IKEA sah ich einen Mann, ca. Anfang 50, der sein Auto für die sperrigen Möbel vorbereitete. Rückbank umklappen, Decken auslegen usw. Und während er fleißig am Machen war, keifte seine Frau ihn so laut an, dass man es wirklich aus einiger Entfernung auf dem gut bevölkerten Parkplatz noch hören konnte: „Eschde Männer kriesche sowas gehändelt, aber Du natürlisch net!“

In diesem Zusammenhang sei auf ein äußerst hörenswertes Feature von hr2 – Der Tag hingewiesen, welches voraussichtlich noch bis zum 28.10.2009 als MP3-Podcast heruntergeladen werden kann. Was soll ich sagen? Man lernt nie aus und man staunt und erschrickt immer wieder.

Allerdings unterstütze ich nicht Vorschlag des Soziologen Günter Amendt, Frauenhäuser abzuschaffen. Sein Bruder Gerhard Amendt schlug in „Der Tag“ als Alternative dazu kommunale Beratungsstellen für Familien vor, und zwar in einer anderen Form, als sie schon heute existieren. Aber auf die Frage, wohin, wenn nicht ins Frauenhaus, Frauen denn gehen sollten, die gerade akut Opfer von Gewalt geworden sind und Zuflucht suchen, weicht er aus, spricht nur von einem „öffentlichen Bewusstsein“, das geschaffen werden müsse und bleibt am Ende die Antwort schuldig.

hr2 – Der Tag bei Twitter

→ Einen Kommentar schreibenKategorien: Alltag · Radio