Wetten, dass Schokolade demnächst deutlich teurer sein wird, als jetzt? Spiegel Online prognostiziert dies aufgrund des stark gestiegenen Kakao-Preises. Ein Wiesbadener Discounter verkaufte vorletzte Woche Milka-Schokolade für 0,49 EUR pro Tafel, der REWE in meiner Straße verlangt in dieser Woche nur 0,59 EUR anstelle der sonst üblichen 0,89 EUR dafür. Ähnlich gingen die Händler schon vor 2-3 Jahren, als der Preis für eine 100g-Tafel Schokolade von 0,69 auf 0,89 EUR angehoben wurde.
Teure Nervennahrung
6. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar
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Die Firmen Euroweb, Webstyle und ihre unzufriedenen Kunden
6. Februar 2010 · 4 Kommentare
Am Anfang klingt alles noch sehr reizvoll: eine Internetpräsenz, eine Listung auf den ersten Seiten in Suchmaschinen und ein Rücktrittsrecht, falls man mit der Leistung unzufrieden ist. Am Ende blieben bei vielen Kunden nur noch hohe Rechnungen und eine Firma, die plötzlich von einem Rücktrittsrecht nichts mehr wissen wollte. Auch wenn einige, die den Gang vor Gericht wagten, Erfolg hatten, so blieben wiederum andere am Ende nicht nur auf den Rechnungen, sondern auch noch auf den Gerichts- und Anwaltskosten sitzen, da Euroweb und Webstyle in ihren Fällen recht bekamen.
Der Bundesgerichtshof entscheidet im vorliegenden Fall offenbar nur noch über die Wirksamkeit einzelner Klauseln des verwendeten Formularvertrages. Die Aussicht auf Erfolg ist ungewiss.
Noch ungewisser jedoch ist es in anderen Prozessen, ob die Behauptung, dem Kunden sei ein Rücktrittsrecht mündlich zugesichert worden, zum Erfolg führen kann. Wie will der Kunde dies beweisen, wenn er keine Zeugen hat?
Das Beispiel zeigt: wer einen Vertrag abschließt, sollte sich diesen unbedingt genau durchlesen! Das mag aufgrund der kleingedruckten Schrift und des vielen Textes zwar lästig und langwierig sein, ist aber unerlässlich. Mündliche Zusicherungen des Vertreters sind zwar rechtsverbindlich und damit Gegenstand des Vertrages, jedoch nicht “gerichtsfest”, da sie im Prozess nahezu gar nicht beweisbar sind, wenn man keine Zeugen für das Gespräch hat.
Ein guter Test für Vertreter: man teilt dem Vertreter mit, dass man sich den Vertrag und die weiteren Unterlagen gerne in Ruhe und genau durchlesen möchte. Der Vertreter möge doch bitte in ein paar Tagen wieder kommen, ansonsten könne man den Vertrag ja auch per Post an die Firma senden. Wenn der Vertreter nun mit zahlreichen Begründungen aufwartet, dass der Vertrag nur heute unterschrieben werden könne und auf eine sofortige Unterschrift mehr oder weniger drängt, sollte man spätestens jetzt misstrauisch werden und vom Vertragsschluss endgültig absehen. Denn die meisten “Abzockverträge” werden nur deswegen geschlossen, weil das Opfer überrumpelt wurde und unter einem künstlich geschaffenen Zeitdruck handelte.
Besonders beliebte Opfer sind hierbei kleine Kaufleute oder sonstige Kleingewerbetreibende, denn für sie gelten die Verbraucherschutzvorschriften gar nicht oder allenfalls eingeschränkt. Ihnen obliegen bei Abschlüssen von Verträgen deutlich strengere Sorgfaltspflichten. Damit haben sie nur noch wenige Möglichkeiten, aus einem einmal abgeschlossenen Vertrag wieder herauszukommen, und dies, obwohl ihre Rechtskenntnisse oftmals kaum höher als die eines normalen Verbrauchers sind.
Deswegen: ob man sich im Internet bewegt oder ob ein Vertreter vor der Tür steht – Vorsicht ist immer die Mutter der Porzellankiste. Und auch der eigenen wirtschaftlichen Existenz.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf die Informationen des Bundesverband der Verbraucherzentralen über Kostenfallen im Internet hinweisen.
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Kündigung wegen Trinkgeldkasse
29. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar
In den vergangenen Wochen sind immer wieder Prozesse um so genannte “Bagatellkündigungen” in die Schlagzeilen geraten. Es ging unter anderem um Maultaschen oder geringwertigePfandbons, die Mitarbeitern den Job kosteten, weil diese die Sachen an ihrem Arbeitsplatz an sich nahmen.
Im städtischen Freizeitbad zu Worms aber geht es um etwas ganz anderes: die Vorwürfe lauten unter anderem Bestechlichkeit und Unterschlagung von gefundenen Wertsachen aus einem Tresor. Der Arbeitgeber, die Stadt selbst, hat sogar schon die Kriminalpolizei eingeschaltet, von einer Beschuldigten wurden mittlerweile Fingerabdrücke genommen. Dokumentiert wurde der Fall unter anderem auch auf der Homepage der Stadt.
Auslöser der ganzen Aufregung: eine Tupperdose, die vier Schwimmbadkassiererinnen als Kaffeekasse aufgestellt hatten und deren spärlicher Inhalt am Jahresende unter insgesamt 21 Mitarbeitern aufgeteilt wurde.
Spiegel Online dokumentiert den ganz anderen Fall einer Bagatellkündigung
Nachtrag: Der Arbeitsrechtsstreit wurde nunmehr doch noch gütlich gelöst.
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Uns geht’s gut!
11. Januar 2010 · 1 Kommentar
Das sagt zumindest die Stiftung International Living, die ihren Quality of Life Index 2010 veröffentlicht hat. Dort landet Deutschland tatsächlich auf Platz 4 und liegt damit sogar relativ deutlich vor den sonst so hochgelobten skandinavi- schen Ländern. Bewertet wurde nach den Kriterien “Lebenshaltungskosten”, “Freizeit und Kultur”, “Wirtschaft”, “Umwelt”, “Freiheit”, “Gesundheit”, “Infrastruktur”, “Gefahren und Sicherheit” und “Klima”. In den Kategorien “Gefahren und Sicherheit” sowie “Freiheit” erhielt Deutschland sogar den Maximalwert 100. Die Studie enthält noch einige weitere Überraschungen: so landete Moldawien (Platz 55) nicht nur vor der Ukraine (Platz 68) und Russland (Platz 111), sondern auch vor Taiwan (Platz 57), welches punktgleich mit Kolumbien ist. Und dass Schweden bei den Lebenshaltungskosten den Kleinstwert 0 erhalten hat, kann eigentlich nur auf einem Redaktionsversehen beruhen.
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“Deutsche” Supermärkte in Side
2. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar
Björn Harste, der Shopblogger, zeigt heute ein Bild von einem “SPAR”-Markt in Side an der türkischen Riviera. Als ich vor über zwei Jahren dort Urlaub machte, habe ich noch ganz andere “deutsche” Supermärkte entdeckt:
Gibt es irgendeinen Penny-Markt in Deutschland, dessen Leuchtschilder vor ein paar Jahren abhanden gekommen sind? Übrigens hieß mein damaliges Stammgeschäft “Klaine Aldi Market”, welcher sogar auch von zwei Brüdern betrieben wurden, nämlich von Ali und Mehmet.
Hier gab es immer einen leckeren kühlen Apfeltee zur Begrüßung, eine nette Unterhaltung, jedoch manchmal auch etwas Wartezeit, nämlich immer dann, wenn der gerade diensthabende Bruder unbedingt ein paar frisch angekommene Touristinnen bezirzen musste.
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Gebotsabschirmung – neue Abzockemasche bei Ebay
2. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar
Und wieder gibt es ein Schlupfloch bei Ebay, das von Betrügern genutzt wird. Dieses Mal werden Verkäufer abgezockt, und zwar mit der Möglichkeit, Gebote nach der Abgabe wieder zurückzunehmen. Verweigert der Verkäufer die Herausgabe des ersteigerten Produktes, wird er teilweise massiv bedroht. Ka- bel 1 berichtete über den Fall eines Motorradverkäufers und zeigt selbst, wie einfach doch diese Methode funktioniert.
K1 Reportage – Beitrag zum Thema Gebotsabschirmung
Ebay wird sich schnell etwas einfallen lassen müssen, um diese Zustände zu beheben. Andererseits verlieren sie sonst jede Menge professionelle Verkäufer, während andere, die zu sehr auf ihre Ebay-Verkäufe angewiesen sind, sich wohl ihrerseits mit regelwidrigen Maßnahmen zur Wehr setzen werden, beispielsweise mit Fake-Geboten von Freunden auf den Preis, der am Ende mindestens für das zu versteigernde Objekt erzielt werden soll.
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Nur ein Wort
31. Dezember 2009 · Hinterlasse einen Kommentar
Gestern Abend durften die Hörer der Radiosendung hr3 Madhouse diese aktiv mitgestalten. Sie durften sich Ihre Lieblingstitel wünschen, allerdings unter der Bedingung, dass der Titel nur aus einem Wort bestehen durfte. Mir kam da natürlich sofort ein Song in den Kopf:
Aber auch noch jede Menge andere wie Oasis – “Acquiesce”, Travis – Turn, Travis – Sing, Coldplay – Clocks, usw.
Gespielt wurden unter anderem Glanzlichter wie Die Ärzte – “Junge”, Coldplay – “Trouble”, Marillion – “Kayleigh” und vor allem The Cure – “Lullaby”.
Wem fallen noch mehr gute Songs zu diesem Thema ein?
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Trauer als Event?
16. November 2009 · 3 Kommentare
Robert Enke verstarb am 10. November 2009. Sein Tod bewegte viele Menschen, selbst die, die wenig für Fußball übrig haben oder ihn noch nicht mal wirklich kannten. Weit verbreitet sah man in sprach- und fassungslose Gesichter.
Und weil sein Tod viele Menschen bewegte, wurde am Sonntag eine große Trauerfeier in der AWD-Arena veranstaltet, also in jenem Stadion, in denen Robert Enke in den vergangenen Jahren für seinen Verein Hannover 96 das Tor hütete. Bereits hieran mag man erste Kritikpunkte finden. Trauer ist schließlich etwas sehr privates. Und niemand, der einen nahen Angehörigen verliert, möchte dessen Beerdigung als Großereignis für die Massen erleben. Nun war Robert Enke aber eine öffentliche, sehr beliebte Person. Nun weinten aber viele Menschen um seinen Tod und vermochten es eigentlich gar nicht zu begreifen, was da am 10. November passiert war. Und dafür sind Trauerfeiern da. Zum Abschied nehmen. Um dem Verstorbenen noch einmal die letzte Ehre zu erweisen. Zur Verarbeitung der Geschenisse: denn auf der Trauerfeier wird es auch erstmals für einen selbst richtig greifbar, dass man dem geliebte Menschen nie mehr auf dieser Erde begegnen wird.
Wenn Menschen trauern, rücken sie zusammen. Gerade dies hat der Fall Robert Enke bewiesen. Sie teilen ihre Trauer, stützen sich, teilweise trotz noch so großer Gegensätze, in diesen schweren Momenten. Als die Nachricht bekannt wurde, pilgerten viele zum Stadion, um dort gemeinsam zu trauern, und es wurde ein Trauerzug durch Hannover von Fußballfans kurzfristig organisiert, an dem tausende teilnahmen.
Nun konnte am Wochenende nicht jeder, der der Trauerfeier beiwohnen wollte, ins Stadion gehen. Dafür war die AWD-Arena einfach zu klein. Insoweit halte ich es – trotz aller Kritik – auch nicht für besonders verwerflich, dass die Zeremonie über Großbildleinwände auf den Platz vorm Stadion sowie auch über TV übertragen wurde. Und schließlich gab es ja anschließend noch eine Trauerfeier im kleinen Kreise, wo dann die engsten Weggefährten Robert Enkes in ganz privater Atmosphäre Abschied von ihm nehmen konnten.
Aber zurück zur großen Trauerfeier: man hätte die Sache wirklich sehr diskret und würdig gestalten können. Man hätte dem Zuschauer vor seinem TV-Gerät einfach das Gefühl geben können, er sei einer der trauernden Gäste im Stadion, jemand, der in seiner Sitzschale sitzt und in dieser guten Stunde andächtig von Robert Enke Abschied nimmt. Man hätte eine weite Ansicht des Spielfeldes anbieten können mit dem aufgebahrten Sarg, den Blumen drum herum sowie dem Rednerpult. Auch Nahaufnahmen vom Priester, von den Rednern und Musikern – kein Problem. Wenn auf einer Beerdigung jemand eine Rede hält oder dem Verstorbenen ein Abschiedslied singt, schaut ihn ja auch jeder an, ebenso wie natürlich den Priester.
Widerlich wurde die ganze Sache aber dann, als die Kameramänner ihre Kameras stets über die Gesichter der Nationalspieler, der Spieler von Hannover 96 sowie anderer prominenter zu schwenken meinten – natürlich in Nahaufnahme. “Wir zeigen Gefühle, Emotionen” – ging es wirklich darum? Kann sich irgendjemand entsinnen, jemals auf einer Beerdigung gewesen zu sein und dort andere Trauergäste beim Weinen begafft zu haben? Wahrscheinlich können dies nichtmal die Kameramänner und die Bildregisseure, die für diese abartige Geschmacklosigkeit verantwortlich waren.
Ich habe gestern nur die letzten zehn Minuten der Zeremonie gesehen, weil ich geahnt hatte, welch widerliche Züge die Übertragung annehmen würde. Schon diese zehn Minuten haben mir schlichtweg gereicht. Das zu sehen gab mir nicht das Gefühl, Robert Enke, diesen großen Sportler, dadurch in irgendeiner Weise würdig verabschieden zu können.
Den Gipfel der Geschacklosigkeit erklomm heute dann die “Bild”-Zeitung, die auf ihrer Startseite mit einer Großaufnahme der Witwe Teresa Enke bei einem Heulkrampf und der scheinheiligen Schlagzeile “Deutschland weint mit Frau Enke” aufmachte. Interessieren solche Aufnahmen wirklich die Öffentlichkeit? Sie haben sie nicht zu interessieren. Aber im Hause Springer ist so etwas eiskaltes Kalkül. Frau Enke wird mit Sicherheit zur Zeit nicht den Nerv dafür haben, die “Bild” für diese Verletzung ihrer Intimsphäre in irgendeiner Weise rechtlich zu belangen.
Geheucheltes Mitgefühl, eiskaltes Geschäft – “Bild” ist sich nicht zu schade, schwerste Schicksale von Menschen, die unfreiwillig und auf höchst tragische Weise zur öffentlichen Person geworden sind, in einer Art und Weise auszunutzen (siehe auch schon der Fall Natascha Kampusch).
Möge nun das “Trauer Event” um Robert Enke nun sein Ende gefunden haben, bevor es noch unwürdiger für ihn, für diejenigen, die ihm nahe standen sowie vor allem noch unerträglicher für Teresa Enke wird.
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Robert Enke
11. November 2009 · Hinterlasse einen Kommentar
Mit großer Fassungslosigkeit habe ich vor wenigen Minuten die Meldung gelesen, dass Nationaltorwart Robert Enke sich am Dienstagabend offenbar das Leben genommen hat.
Mein ganz besonderes, tief empfundenes Mitgefühl gilt seiner Ehefrau. Vor drei Jahren starb die gemeinsame, nur zwei Jahre junge Tochter Lara aufgrund eines Herzfehlers. Ich erinnere mich noch an die rührenden Bilder, als es der kleinen Lara besser ging, als ihr Papa sie stolz auf den Schultern durch das Stadion trug. Nur wenige Monate später jedoch verstarb sie. Robert spielte tapfer weiter Fußball.
Nun muss Laras Mutter einen zweiten, so unfassbar schweren Schicksalsschlag verkraften. Ich wünsche ihr viel Kraft und die richtigen Menschen an ihrer Seite in diesen schlimmen Zeiten. Kraft, die sie vor allem aufbringen muss für die keine, nur acht Monate alte Tochter, die das Ehepaar Enke noch im Mai dieses Jahres adoptiert hatte.
Robert, Du hinterlässt viele Menschen sehr traurig und fassungslos. Ruhe in Frieden.
www.evangelisch.de – Was wissen wir wirklich? Zum Tod von Robert Enke
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